Heute abend hatte ich mir vorgenommen, bei einem bestimmten Foto, das ich gemacht habe (s. o.), in
CinePaint einen Layer-Effekt auszuprobieren, den ich vor einer Weile per Zufall entdeckt habe.
Das Problem:
CinePaint besitzt keine
Quickmask,
1 die ich für so diffizile Sachen wie Haare meistens benutze. Deshalb habe ich das betreffende Foto in
8-bit als
PNG in den
Gimp exportiert, wo ich mit dem Quickmask-Feature nur die Maske erstelle, die ich danach wieder in
CinePaint lade, um dort das eigentliche Foto in
16-bit zu bearbeiten.
Auch bei anderen Sachen habe ich dieses Verfahren schon mit Erfolg ausprobiert, so z. B. bei Perspektivkorrektur oder bei Chrom-Effekten. Auch bei Text empfiehlt sich das, da
CinePaint naturgemäß kein so gutes Textwerkzeug hat. Text und evt. Fase (engl.: bevel) oder Lichteffekte im
Gimp einfügen, dann in
8-bit in
CinePaint exportieren und dort in
16-bit weiterarbeiten. (Auf diese Weise ist z. B. ein viel differenzierterer Chrom-Effekt möglich als im
Gimp, auch wenn der Chrom-Text schließlich wieder in
8-bit zurückexportiert wird.)
▻ Wie es weitergeht, lest bitte im
zweiten Teil dieses Beitrags.
1 Das könnte man vielleicht mit "Maske auf die Schnelle" übersetzen. Das Schöne an Quickmasks ist, daß man hier mit Pinseln detailliert direkt auf dem Bild malen kann. Gerade für Haare u. ä. finde ich das wie gesagt ideal.
Ich fange so an, daß ich die Haare grob mit einem Pfad selektiere und diesen dann in eine Auswahl umwandle. Wenn ich dann im Bildfenster des Gimp links unten auf dieses gestrichelte Rechteck klicke, aktiviere ich die Quickmask. Der nicht ausgewähle Teil des Bildes wird dann mit 50% transparentem Rot überdeckt (das ist der ausmaskierte Bereich). Wenn ich jetzt mit Weiß in das Bild male, werden diese Teile freigestellt, bei Schwarz dagegen ausmaskiert (in 50% Rot dargestellt). Grautöne erscheinen je transparenter, je heller der Grauton ist (RGB
#888888 wäre z. B. 50% transparent).
Ich fange mit einer etwas dickeren Pinselspitze an und nehme dann, wenn ich das Gröbste ausgewählt habe, immer feinerer Spitzen, bis ich auch die feinsten Details ausmaskiert habe.
Zum Abschluß einfach nochmal auf das vorhin erwähnte Rechteck links unten klicken; dann wird die fertige Maske in eine Auswahl umgewandelt.
Alternativ kann die Quickmask, die in einem separaten Kanal zwischengespeichert wird, zur Weiterverarbeitung auch als Datei abgespeichert werden. Den Kanal selektieren, mit
[CTRL] + C in die Zwischenablage kopieren, und dann
[CTRL] + N (
'Neue Datei ...'),
[CTRL] + V (
'Einfügen'),
[CTRL] + H (
'Ebene verankern') sowie
[CTRL][SHIFT] + S (
'Speichern als ...'). Die so gespeicherte Maske kann dann in
CinePaint oder einem anderen Programm weiterverwendet werden.
Für geeignete Grafikformate zum Abspeichern seht auch bitte meinen neueren Beitrag
"Dateiaustausch zwischen Programmen".
Gerade beim Arbeiten mit der
Quickmask wichtig: Speichert die Datei, die ihr gerade bearbeitet, im
Gimp-eigenen
XCF-Format ab, da die Quickmask, evt. Ebenen etc. sonst nicht mit abgespeichert werden. Das Format von
CinePaint hat ebenfalls die Endung
XCF, ist aber mit dem Format des
Gimp nicht kompatibel.