25
Apr
2007

Buchtip

"Digital Lighting and Rendering" (Cover)

Der Buchtip für heute: "Digital Lighting & Rendering"1 von Jeremy Birn, den ich zum ersten Mal 1998 auf der Stuttgarter Film- und Medienbörse gesehen habe, wo er, soweit ich mich erinnere, einen Vortrag zum Thema 3D-Grafik gehalten hat.

Das Buch, das es mittlerweile auch auf Deutsch gibt, macht auf mich einen sympathischen, kompetenten Eindruck, auch wenn zumindest bei einem Teil der Grafiken deutlich zu sehen ist, daß sie CGI sind.

Ich möchte hier ergänzend auf die Site von Paul Debevec hinweisen, der im Bereich "physikalisch korrektes Rendering" absolute Pionierarbeit leistet,2 die dann in Filme wie "The Matrix" (1999) einfließt, wo George Borshukov, einer von Paul Debevecs ehemaligen Studenten, für die sog. "bullet-time"-Szene auf dem dach des Hauptquartiers der Agenten mitverantwortlich war.

In dieser Szene sind sowohl das Dach, der Rauch als auch die Spuren der Kugeln in der Luft sowie der motion blur (Bewegungsunschärfe) an Neos (Keanu Reeves') Stiefeln komplett computer-generiert. Das Dach wurde mit Hilfe des von Paul Debevec entwickelten sog. Image-based Rendering realisiert, bei dem Fotos eines realen Dachs auf eine 3D-Geometrie "aufgemappt" werden.

Jeremy Birn arbeitet seit 2002 als Technical Director bei der renommierten VFX-Firma Pixar. Schon von daher kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die behandelten Themen reichen dabei von Grundlagenwissen wie "Farbräume und Farbmodelle" bis zu dem Kapitel über HDR-Grafik (High Dynamic Range) am Ende des Buches (HDR wurde nebenbei ebenfalls von Paul Debevec entwickelt).
1 Hier noch ein Link (mein persönlicher Favorit) zu einem der verschiedenen Renderings des Motivs auf dem Umschlag. Ihr könnt euch die Szenen zu diesem und verschiedenen anderen Motiven übrigens von der Site von Jeremy Birn herunterladen (die üblichen 3D-Formate wie .OBJ oder .LWO, gepackt als .rar-Archiv). Unter Linux benötigt ihr zusätzlich eine Utility wie unrar-free, um die Archive zu entpacken.
2 Seine Arbeiten wie "Virtual Cinematography: Relighting through Computation" schaffen die technischen Voraussetzungen für komplett computer-generierte Spielfilme, die in vielleicht fünfzehn bis zwanzig Jahren schon Alltag sein könnten (seht dazu auch meinen Beitrag "CGI-Beleuchtung").

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